FEhlsichtigkeiten

KURZSICHTIGKEIT (MYOPIE)

Kurzsichtige Menschen haben ein zu lang gebautes Auge und können dadurch nur in der Nähe ohne Brille alles sehen. In der Ferne (z.B. an der Tafel in der Schule) ist alles unscharf. Um gut weit zu sehen (Autofahren z.B.) brauchen sie eine Brille oder Kontaktlinsen. Kurzsichtigkeit ist einerseits erblich bedingt, wird aber zukünftig vor allem aufgrund der zunehmenden Nahtätigkeiten (Handy, Tablet, PC) schon im Kindesalter in den nächsten Jahren erheblich öfter auftreten. Ein typisches Beispiel sieht so aus: Mit 8 Jahren sieht das Kind noch normal und braucht keine Brille und mit 12 Jahren hat es auf einmal -3 Dioptrien, um dann mit 16 den gleichen oder höheren Wert wie die Eltern zu

haben (s. Myopiekontrolle)..

Kontaktlinsen bei Kurzsichtigkeit

Weitsichtigkeit (Hyperopie) 

Weitsichtige Menschen haben ein zu kurz gebautes Auge und können zumindest in der Jugend weit meist
gut sehen und mit Anstrengung auch in der Nähe. Mit zunehmendem Alter wird Anfangs lässt das Sehen in der Nähe und später auch in der Ferne immer mehr nach.
Oftmals weiß der Betroffene gar nichts von seinem Sehfehler , bekommt bei längerem Lesen häufiger
Kopfschmerzen, brennende oder plötzlich tränende Augen.

Kontaktlinsen bei Weitsichtigkeit

Hornhautverkrümmung (Astigmatismus,  Stabsichtigkeit)

Die Stabsichtigkeit ist eine Verformung des Auges, die dazu führt, daß ein Punkt wie ein kleiner Strich oder Stab (daher der Name) aussieht. Nicht das ganze Auge, sondern hauptsächlich die Hornhaut ist oval verbogen und so kommt es zu dieser Verzerrung. Kleinere Gegenstände können nicht mehr genau unterschieden werden und erst die entsprechend geformte Brille oder Kontaktlinsen führen zu einem Ausgleich und damit zu einem schärferen Sehen. Die Stabsichtigkeit ist meist schon bei der Geburt vorhanden und in 50% der Fälle erblich. 


Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) 

Mit zunehmendem Alter verliert die Linse im Auge an Elastizität. Da zum Sehen in der Nähe, die Linse aktiv verformt werden muß (im entspannten Zustand sieht das normale Auge nur weit) fällt es zunehmend schwerer in der Nähe scharf zu sehen. Während man mit 15 Jahren noch bis z.B. 8cm vor dem Auge scharf sehen kann, gelingt einem dies mit 45 Jahren häufig nur noch auf 35cm. So kommt es, dass Bücherlesen oder das Erkennen kleiner Preisschilder immer anstrengender wird. Letztendlich muss eine Brille für den Nahbereich, eine sogenannte Lesebrille, Gleitsichtbrille oder alternativ Gleitsichtkontaktlinsen angefertigt werden. Diese ist aufgrund des weiter fortschreitenden Elastizitätsverlustes der Linse alle 3-4 Jahre bis ca. zum 65. Lebensjahr zu verstärken.

Kontaktlinsen bei Altersweitsichtigkeit